Lese-/Gesprächskreis – Habitus, männliche Herrschaft, Pierre Bourdieu

Der AKS Köln lädt herzlich ein zum Gespräch, zur Diskussion über die Praxis der Kritik in und an der Sozialen Arbeit. Was leistet und was kann unser "professioneller Habitus" leisten und was nicht? Wie ist er abzugrenzen von „Haltung“? Mit diesen Fragen, diskutiert vor den Erfahrungen in der Praxis, schloss unsere Runde im Februar.

Im Anschluss daran der Vorschlag für den kommenden Termin: Ein Auszug (S. 60-78) aus „Die männliche Herrschaft“ von Pierre Bourdieu (1998). „Diese Arbeit [der nachhaltigen Transformation der Körper] ist umso wirksamer, als sie im wesentlichen auf unsichtbare und heimtückische Weise vonstatten geht, durch das unmerkliche Vertrautwerden mit einer symbolisch strukturierten physischen Welt und die frühzeitige und fortwährende Erfahrung von Interaktionen, die von den Strukturen der Herrschaft geprägt sind“ (ebd.: 71). Erkennen wir die von Bourdieu beschriebenen Verhältnisse in unserer Gegenwart, in unserem professionellen Handeln wieder? Zum Gespräch darüber laden wir herzlich ein.

Donnerstag, 05.04.2018, 17.30 Uhr, TH Köln, Ubierring 48, Foyer/Cafébar

Den Text, der nicht gelesen sein muss, gibt es von uns, eine Mail genügt: aks@f01.th-koeln.de

Soziale Arbeit in Bewegung – Die ‚Arbeitskreise Kritische Sozialarbeit‘ gestern und heute (Svantje Penke)

Lese-/Gesprächskreis des AKS Köln

Donnerstag, 15.02.2018, 17.30 Uhr, TH Köln, Ubierring 48, Foyer/Cafébar

Der AKS Köln lädt herzlich ein zum Gespräch, zur Diskussion über die Praxis der Kritik in und an der Sozialen Arbeit. Anstoß zu diesem Thema gibt der letzte Lesekreis, aus der Sprachkritik wurde ein kritisches Sprechen über einen beruflichen Alltag, der kaum Raum lässt für Kritik an „[p]roblematische[n] Rahmenbedingungen für SozialarbeiterInnen in den Institutionen, prekäre[n] Lebensbedingungen für AdressatInnen und ein[em] Auftrag, der Sozialer Arbeit (ausschließlich) von ‚außen’ vorgegeben wird (…)“ (Penke 2009: 192).

Dazu ein Text: Soziale Arbeit in Bewegung – Die ‚Arbeitskreise Kritische Sozialarbeit‘ gestern und heute (Svantje Penke 2009).

Wie geht Kritik heute? In der Praxis? Was will Kritik?
Den Text, der nicht gelesen sein muss, gibt es von uns, eine Mail genügt: aks@f01.th-koeln.de
Wer mehr lesen mag, der Text ist dem Lehrbuch „Soziale Arbeit und Soziale Bewegungen“ von Leonie Wagner (Hrsg.) entnommen.
 

Sprachkritik in der Sozialen Arbeit – Manfred Kappeler

Lese-/Gesprächskreis des AKS Köln
Donnerstag, 11.01.2018, 17.30 Uhr, TH Köln, Ubierring 48, Foyer/Cafébar

Wie sprechen wir von uns, über uns, von anderen, von unserer Arbeit?
„Ihr [idiologiekritische Sprachkritik] Gegenstand ist (..) nicht Kritik Sozialer Arbeit bzw. Selbstkritik kritischer Sozialer Arbeit im Ganzen, sondern «nur» die Kritik eines Segmentes: der in ihr von einem Teil ihrer Akteure, von Professionellen — gesprochenen und geschriebenen Sprache. Es geht dabei um den Gebrauch der Sprache als «geschriebenes Wort» in von Professionellen (in Theorie und Praxis) geschriebenen «Aufzeichnungen» aller Art (Berichte, Protokolle, Notizen, Gutachten, Konzepte etc., die in Akten über Personen, Maßnahmen, Arbeits- und Verwaltungsabläufe, Ereignisse, Verhältnisse etc. gesammelt und aufbewahrt werden, aber auch um theoretische bzw. wissenschaftliche Texte) und um das «gesprochene Wort» (als Anrede, als Teil situativer Kommunikation und als Rede, z.B. in der Form von Ansprachen und Vorträgen)“ (Kappeler 2017: 46).
Der Text ist lang und muss nicht komplett gelesen sein, um mit zu diskutieren. Wenn ich nicht „genötigt“ wäre bspw. in einer ökonomisierten Sprache von meiner Arbeit zu sprechen, zu schreiben, wie täte ich es dann? Gibt es eine „eigentliche“ Sprache der Sozialen Arbeit? Zur Diskussion darüber laden wir herzlich ein.
Der Text ist als Leseprobe zugänglich: http://www.widersprueche-zeitschrift.de/article1829.html

Lesekreis – Differenz und Soziale Arbeit. Soziale Arbeit als Arbeit an den „Anderen“?

07.12.2017, Donnerstag, 17.30 Uhr, TH Köln, in den Räumen des Forschungsschwerpunkts Nonformale Bildung, Ubierring 48a (Gebäude links neben dem Haupteingang), 1. Stock.

Lesekreis - Differenz und Soziale Arbeit. Soziale Arbeit als Arbeit an den „Anderen“?

Die „Konstruktion von Unterschieden und die Praxis des Unterscheidens kann als nicht vermeidbare und stets zu hinterfragende Voraussetzung Sozialer Arbeit gesehen werden“, so Paul Mecheril und Claus Melter in ihrem Beitrag, den wir gerne mit euch diskutieren würden.
Mecheril/Melter (2010): "Soziale Arbeit und Differenz. Historische Schlaglichter und systematische Zusammenhänge In: Kessl/Plößer (2010): Differenzierung, Normalisierung, Andersheit. VS Verlag

Anhand von drei historischen Schlaglichtern (Weimarer Republik (Geschlechterscheidungen, Arbeitstüchtigkeit und Eugenik), Nationalsozialismus (Volksgesundheit, Auslese und Pflichterfüllung) und Nachkriegsdeutschland (Heime, Gewalt, Kirchen) erinnern sie an die grundlegende Logik Sozialer Arbeit, die sich durch an Orientierung an Differenz und Andersheit als Praxis des Ein- und Ausschließens bezeichnen ließe.
Soziale Arbeit sei in ihrer Fokussierung zwangsläufig auf bestimmte „Andere“ bezogen und bringt diese „Andere“ als Andere erst hervor (Fallmarkierung).

Welche Verständnis von „Normalität“ und “Andersheit“ sind heute für die Soziale Arbeit bedeutsam? Und wie zeigt sie sich dies auf der individuellen, interaktiven oder auch institutionellen Ebene? Lässt sich Soziale Arbeit vor diesem Hintergrund als Normalisierungsmacht beschreiben? Welche Form „doppelter Kritik“ (Mecheril/Melter 2010) ist dann denkbar und notwendig?

Den Text gibt es bei Interesse von uns. Kurze Mail an: aks@f01.th-koeln.de

Lesekreis – OKJA, Wirksamkeit und Plausibilität

02.11., Donnerstag, 17.30 Uhr, TH Köln F01, Ubierring 48, Treffpunkt an der Cafébar gegenüber des Eingangs.

Lässt sich die Wirkung Offener Kinder- und Jugendarbeit nachweisen? Wer bestimmt die zu erreichenden Ziele OKJA? Und was folgt daraus? Zur Diskussion dieser Fragen laden wir herzlich ein.   

"In diesem Beitrag werden Spannungsfelder im kommunalpolitischen Legitimationsdiskurs aufgezeigt und Elemente professioneller OKJA herausgearbeitet, die sich nicht in die kausallogische Darstellungsweise herkömmlicher Wirksamkeitsstudien fügen wollen. Daran anschließend werden Argumentationslinien zur Plausibilierung der Relevanz von OKJA in kommunal- und fachpolitischen Zusammenhängen entfaltet."

Den Text gibt es bei Interesse von uns: aks@f01.th-koeln.de